Bierbrauerei Kaiser Bräu unterliegt Jürgen Klinsmann vor Gericht und darf ihre Radiowerbung zukünftig nicht mehr senden. Der Name Klinsmann ist daher wieder "clean".
1. Man kann nicht behaupten, dass Jürgen Klinsmann momentan ein ruhiges Leben hat. Es geht auf und ab bei ihm. Da blamiert er sich mit einem 1:2 gegen den 1. FC Köln genau zur Karnevalszeit am Rhein und gewinnt anschließend 5:0, was seinen Trainrstuhl wieder etwas fester stehen lässt. Aber auch außerhalb des Fussballplatzes musste er kämpfen. Grund war eine Bierwerbung im Radio von der Brauerei Kaiser Bräu. In dem Radio Werbspot hatte der Liedmacher Fred Fesl mit einem Wortspiel mit Jürgen Klinsmanns Namen für das Bier der genannten Brauerei geworben. Mit den Worten "Frisch, sauber, rein, neudeutsch sagt man clean - woher meinen s', dass so Worte kommen wie Klinsmann oder Bierhoff." warb die Brauerei für ihr Bier. Klinsmann war nicht gewillt der Brauerei diesen Spot duchgehen zu lassen und klagte auf Unterassung. Schadensersatzansprüche wurden nicht erhoben.
2. Die Richter gaben Klinsmann im Urteil vom 11.02.2009 - Az: 9 O 16992/08 Recht und begründeten dies mit den Worten, dass dies "sicher nicht der schlimmste Fall von Persönlichkeitsrechtsverletzung, aber das Namensrecht ist grundsätzlich verletzt." Der ebenfalls in der Verhandlung anwesende Liedermacher Fred Fesl meint hingegen: "Es gibt wichtigere Sachen, um die man sich kümmern sollte." und begründete seine Textzeile damit, dass er oft für Brauerein texten würde und ihm daher oftmals solche Wortspiele in den Sinn kämen. Die Aufregung von Seiten Klinsmanns kann er nicht verstehen.
3. Fazit:In diesem Spiel geht Klinsmann als klarer Sieger vom Platz. Sein größtes Problem hat er damit aber nicht vom Tisch. Dies dürfte das Erreichen der Meisterschaft sein. Ob es aber in der Liga für die Meisterschaft reicht ist fraglich, so manch Bayernfan wird es sich wünschen und so manch Kölnfan feiert bis zum nächsten Spiel gegen die Bayern Karneval.
Quelle:
Augsburger Allgemeine, 12.02.2009