Verbraucherzentrale warnt vor Missbrauch privater Kontodaten!
1. Am Dienstag den 12.08. gelangte von noch anonymer Seite eine CD an die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Inhalt der CD waren Kundendaten von insgesamt 17000 Bundesbürgern. Dort waren sowohl Name, Geburtstag, Adresse, Telefonnummern und sogar Kontonummer der einzelnen Personen aufgeführt. Nach Auskunft der Verbraucherzentrale sind diese Daten offenbar auch schon mehrfach zur illegalen Abbchung von Konten der dort aufgeführten Bürger genutzt worden.
2. Ein Hinweis darauf, dass diese Daten schon genutzt worden sind, wird von der Verbraucherzentrale vermutet, da sich in den letzten Wochen die Fälle gehäuft hätten, in denen Glücksspielunternehmen ohne Einwilligung der Kontoinhaber Geld abgebucht haben. Fakt ist, die Bürger hatten in all diesen Fällen ausdrücklich die Teilnahme an dem Gewinnspiel verneint. Nach Angaben der Verbraucherzentrale fällt der Verdacht auf die Süddeutsche Klassenlotterie (SKL), da alle Opfer berichteten, sie hätten vor geraumer Zeit Lose der SKL gekauft und diese per Kontoabbuchung bezahlt. Wie die Dateninformationen von der SKL an den Datenverkäufer gelangen konnten, ist ungeklärt. Festgestellt werden konnte lediglich, dass die Daten von einer Firma in Nordrhein Westfalen stammen, die sie dann ans Callcenter in Schleswig Holstein weitergeleitet hat.
3. Die SKL sagt, es seien nicht ihre Kundendaten und hofft auf eine schnellstmögliche Klärung des Sachverhalts. Die CD mit den Daten wurde nun der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach übergeben, die nun ermittelt. Die Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang der entsprechenden Strafanzeige.
4. Dieser Fall zeigt wiederum wie gefährlich die Preisgabe persönlicher Daten im Netz ist. Es stellt sich zudem die Frage, ob der Gesetzesentwurf des Bundesjustizministeriums zum Schutze des Verbrauchers weit genug geht oder ob weitere Schritte zum Schutze des Verbauchers im Netz eingeleitet werden müssen.