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eBay, Hood & Co  |  24. Februar 2010  |  Keine Kommentare  >>
Paypal und andere Änderungen bei eBay

eBay möchte mehr Sicherheit in ihre Auktionen bringen und hat daher sowohl für Käufer als auch Verkäufer eingreifende Änderungen vorgesehen. Dadurch soll mehr Vertrauen geschaffen werden. Zu oft geschieht es, dass Betrüger den schnellen Euro bei eBay machen möchten und damit auch durchkommen.
 
1. Die erste gravierende Änderung ist die Verpflichtung mancher Verkäufertypen das Bezahlsystem Paypal anzubieten. Die Pflicht gilt für solche Händler, die weniger als 50 Bewertungspunkte haben. Und die Kosten? Die muss der Händler tragen. Die Paypal-Gebühr beträgt im Normalfall 1,9 % des Auktionspreises zuzüglich einer Pauschale von 0,35 €. Da der Internetbezahldienst Paypal eBay selber gehört, kommt natürlich auch der Verdacht auf, dass man nur die Einnahmen des eigenen Tochterunternehmens durch die Neuregelungen steigern möchte. In einem Interview mit sueddeutsche.de äußerte sich eBay-Manager Wolfgang Huber wie folgt dazu: „Darum geht es nicht, wir wollen einen zusätzlichen Schutz für Verbraucher schaffen." Den Käufer kostet die Nutzung des Paypal-Dienstes nichts, er bekommt aber einen zusätzlichen Käuferschutz, falls er diesen Dienst nutzt. Warum sollte er es also ablehnen?
 
2. Eine weitere Änderung findet beim Thema „Kostenloser Versand“ statt. Damals wurde eingeführt, dass bei Artikeln aus ausgewählten Kategorien ein kostenloser Versand unter bestimmten Bedingungen angeboten werden muss (drbuecker.de berichtete). Dies stieß schon damals auf Kritik und wird zukünftig wieder abgeschafft. Als Ausgleich für diese misslungene Vorschrift führt man nun eine Portohöchstgrenze von 7 € ein, um den Käufer vor extremen Portokosten zu schützen. "Zu einem mutigen Vorgehen gehört auch, suboptimale Entscheidungen zurückzunehmen.", äußerte sich Huber in einem Interview auf die Frage zur Rücknahme der erst kürzlich eingeführten Vorschrift.
 
3. Die dritte Änderung betrifft das Bewertungssystem, welches immer wieder zu juristischen Auseinandersetzungen führt. Besonders dies gilt es zu optimieren. Zukünftig müssen Händler besser abschneiden bei den Bewertungen, um ihren Status als Powerseller behalten zu dürfen. Aber auch den normalen Verkäufern drohen Sanktionen bei häufigen schlechten Bewertungen. So soll zukünftig ein Verkäufer einen schlechteren Platz bei der eBay Suche bekommen, wenn er vermehrt schlecht bewertet wird. Auch dies soll ihn anhalten, den Umgang mit seinen Kunden zu verbessern. Das Ziel ist eine höhere Zufriedenheit bei den Käufern.
 
4. Das Ende der Änderungen bei den Verhaltensregeln wird dies nicht sein. Es bleibt abzuwarten, wie Käufer und Verkäufer auf die Änderungen reagieren oder ihnen kommentarlos Folge leisten werden.
 
 
Quelle: sueddeutsche.de, 02.2010

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