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Wettbewerbsrecht  |  28. August 2009  |  Keine Kommentare  >>
Betfair und Rudi Assauer: Ein Fachmann beim Wettanbieter

1. Betfair ist die größte Sportwettbörse der Welt. Sie hat ihren Sitz in London und arbeitet online! Es arbeiten dort 1350 Menschen. Registriert sind ungefähr zwei Millionen Menschen, die dadurch auch ihre Wetten abgeben können. Auf www.betfair.com können sich Sportinteressierte jeder Art treffen und gegeneinander wetten. Dabei können sie die Quote selber bestimmen.
 
2. Mit einem Mann wie Rudi Assauer holten sie sich vor einiger Zeit einen großen Kenner des deutschen Fussballs ins Boot, der durch seine Kenntnisse als Manager von Schalke, mit denen er 1997 den UEFA-Cup gewann als auch 2001 und 2002 den DFB Pokal, einiges Fachwissen vorweisen kann. Auch als Spieler absolvierte er 307 Bundesligaspiele und wurde Europapokalsieger in seiner aktiven Laufbahn.
 
3. Die Bezirksregierung Düsseldorf drohte dem Veltinsdauerwerber nun aufgrund seiner Werbung für Betfair ein Zwangsgeld in Höhe von 50.000 € an und begründete dies mit dem Verstoß gegen das Werbeverbot für Glücksspiele. Stein des Anstoßes ist sein Blogg „Zündstoff“, wo er regelmäßig Kommentare zum Thema Fussball niederschreibt. Nicht die Kommentare zum Fussball führten zur Androhung des Zwangsgeldes, vielmehr seine werbende Aussage zum Thema Sportwetten brachte dem Zigarrenliebhaber diese Androhung ein. Im Blogg steht als Aussage Assauers beispielsweise zu lesen: „Betfair – den Rest kannst du in der Pfeife rauchen.“
 
4. Assauer selber kann die Aufregung um diese Aussagen nicht verstehen. Er sieht diese vielmehr als seine freie persönliche Meinung und nicht als offizielle Werbung für Betfair. Die Bezirksregierung NRW sieht hier allerdings sehr wohl einen Verstoß gegen das Werbeverbot für Glücksspiele gemäß dem Glückspiel-Staatsvertrag. Nun geht der Ex Schalke Manager selber vor Gericht und möchte das Thema geklärt haben! Wie dies ausgeht ist offen! Eines ist aber klar, der Wettanbieter „Betfair“ konnte durch diese Auseinandersetzung seinen einigen Bekanntheitsgrad in Deutschland stark steigern, wenn auch auf eine andere Art und Weise als geplant.
 
 
Quelle: op-online.de

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