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| Google Latitude. Ich weiß, was du gerade machst! |
Mit Google Latitude kann man jedem zeigen, wo man sich gerade befindet! Voraussetzungen sind nur ein geeignetes Handy und das von Google angebotene Programm Latitude.
1. Es ist eine hektische Zeit, aber zum Glück gibt es das Handy. Damit kann man immer schnell noch Termine vereinbaren und Gespräche auch unterwegs annehmen. Es ist ein Luxus immer erreichbar zu sein. So sehen es die meisten und nutzen ihr Handy täglich mehrere Stunden. Nur wenige konnten sich bis jetzt dem Handy noch gänzlich entziehen. Aber auch privat wird das Handy immer wichtiger. Man möchte auch für Freunde stets erreichbar sein und mal schnell mit ihnen einen Kaffee trinken, wenn sie sich gerade in der Nähe befinden. Dafür muss man sie natürlich anrufen, um rauszufindn, ob sie sich in der Nähe befinden. Um dieses "Problem" zu lösen, hat Google nun "Latitude" entwickelt.
2. Google Latitude ermögcht es, dass Freunde und Bekannte jederzeit sehen können, wo man sich befindet. Voraussetzungen sind nicht zu viele. Der Benutzer braucht lediglich ein geeignetes Google Handy wie zum Beispiel i-Phone, blackberry oder Symbian-S60 und Google maps. Dann kann er sich Latitude installieren und starten. Hat er das Programm installiert, so meldet er sich an und kann die Leute aus seinem Adressbuch auswählen, denen er seinen Standpunkt mitteilen möchte und von denen er selber wissen möchte, wo sie sich befinden. Natürlich reicht die reine Auswahl nicht aus, der Ausgewählte muss dem Ganzen aus Datenschutzgründen noch zustimmen. Nach Angaben von Google hat dies natürlich fast nur Vortele. Man möchte sich schnell mit einem Freund treffen, kein Problem. Schnell einen Blick in Google Latitude und schon weiß ich, ob dies möglich ist. Lästiges "Rumtelfonieren" ist nicht mehr von Nöten.
3. Es wird sich eine große Fangemeinde dieses Programms bilden, davon ist auszugehen. Viele werden es aus Neugierde oder rein aus Mitteilungsbedürfnis installieren und ständig in Kontakt mit ihren Freunden sein. Aber ist dies erstrebenswert? Muss der Mensch immer gläserner werden? Auch bei Internetseiten wie studivz geben viele User alles von sich preis und versuchen im Gegenzug alles von demjenigen zu erfahren, der sich auf der anderen Seite des Bildschirms befindet. Google Latitude ermöglicht es nun sogar, dass der aktuelle Standort dem anderen nicht mehr unbekannt ist. Aber was tun, wenn man mal Ruhe haben möchte. Abschalten, sat google. Jederzeit ist dies möglich. Dem gegenüber ist der Einblick dann verwährt. Folge: Dann kommen direkt die Fragen vom Ausgeschlossenen, warum ihm der Einblick verwährt wird. Es kommt zu einer Rechtfertigung für die eigene Privatsphäre! Ist zudem nicht derjenige Intressanter, von dem man nicht alles weiß? Verliert man nicht zu viel Privatsphäre und den Reiz an der eigenn Person, wenn man alles preisgibt. Besonders beim heutigen stressigen Berufsleben ist doch ein ruhiges Privatleben als Ausgleich ein Muss. Aber dies ist den Usern selbst überlassen.
Quelle: faz.net, 05.02.2009 |
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